Streuselkuchen
"Riwwelkuche"
Wenn schon einen Hefeteig machen, dann gleich für zwei Kuchen. Nach diesem Prinzip gab es bei Oma samstags nicht nur einen Kuchen, sondern immer mindestens zwei. Ein Streuselkuchen war fast immer dabei. Und zur Ergänzung gab es entweder Schneckennudeln oder Apfelkuchen. Anders als bei vielen Bäckern, wo man heutzutage zwischen den Streuseln hindurch den Teig sieht, war Omas Streuselkuchen etwas 2 cm dick mit "Riwwele" belegt. Obwohl hier keine Zutaten mit Eigenfeuchtigkeit dabei waren, schmeckte der Kuchen (wenn samstags morgens gebacken) samstags mittags und auch noch sonntags sehr lecker - ab dem Montag wurde der Teig aber schon ein wenig trockener. Und weil es zum Wegwerfen zu schade gewesen wären, haben wir dann sonntags immer zugeschlagen. Damit der Kuchen gegessen wird, solange er noch frisch ist.

